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Lebensmittel wegwerfen ist unmoralisch und verpönt. Doch ehrlich gestanden, machen wir es viel zu häufig. Wir wären gern bewusster im Umgang – und wissen in der Komplexität des Alltags nicht wie. Mit diesen 13 Tipps wird es leichter, die Nahrungsmittelverschwendung zu reduzieren.

Es ist traurig, aber wahr. Wir Europäer werfen jährlich 90 Millionen Lebensmittel in den Müll. Gleichzeitig haben über eine Milliarde Menschen auf dieser Welt nicht genügend zu essen. Sie hungern und kämpfen um das Überleben.

Das Krasse daran ist, dass wir mit eine Umverteilung der Lebensmittel den Hunger auf dieser Welt beenden könnten. Klingt utopisch? Ist es vielleicht auch. Denn es spricht nicht nur die Logistik sondern auch Normen und Gesetze gegen das Umverteilen der Nahrungsmittel.

Selbst wenn der Apfel, den wir weniger essen, nicht in einem Kind in einem Entwicklungsland zu Gute kommt. Sollten wir dennoch darauf achten, bewusst mit unseren Lebensmitteln umzugehen und aufhören Essen und Ressourcen zu verschwenden.

Das spart nicht nur Geld – um mal ein ganz egoistisches Motiv zu nennen. Sondern es schont auch die Umwelt und das Klima. Und hilft vielleicht beim Umdenken in größeren Dimensionen. Insbesondere bei den Richtlinien der Supermärkte und Nahrungsmittelhersteller.

Mit diesen 13 Hacks klappt es: Endlich weniger Lebensmittel wegwerfen!

Jeder von uns kann im Kleinen etwas ändern. Das beginnt beim Einkaufen. Und geht bis in unsere Kochtöpfe hinein. Wir verraten euch, wie jeder von uns dazu beitragen kann, weniger Essen in den Müll zu werfen.

  1. Kaufe nur ein, was du auch wirklich isst

    Schon mal mit Hunger einkaufen gegangen? Das war keine gute Idee, richtig? Viel zu oft laden wir uns Dinge in den Einkaufswagen, die wir eigentlich gar nicht brauchen. Entweder weil wir grad suuuuuuper Appetit darauf haben oder es tolle Sonderangebote gibt.

    Schnäppchen verleiten uns schnell zu blöden Entscheidungen. Denn 2 Kilo Karotten für den halben Preis mögen verlockend sein. Wenn ihr aber Möhren gar nicht so mögt und alleine wohnt. Dann landet das Meiste dennoch im Müll. Und gespart habt ihr so auch nichts.

    Macht euch bereits vor dem Einkauf Gedanken. Was wollt ihr kochen? Was braucht ihr dafür? Wie viel braucht ihr? Schreibt eine Liste und haltet euch strikt daran. So kauft ihr wirklich nur ein, was ihr auch verwenden könnt.

  2. Es kommt auf die inneren Werte an

    „Mut zur Hässlichkeit“ ist das Motto. Wusstet ihr das bis zu 40% des angepflanzten Obst und Gemüse es überhaupt nicht bis in den Supermarkt schaffen? Grund dafür sind verschiedene Normen und Richtlinien.

    Diese geben vor, wie groß und rund ein Apfel sein soll. Oder welche Form eine perfekte Karotte haben muss. In Deutschland werden ungefähr 2 Millionen Lebensmittel jährlich entsorgt. Weil sie nicht schön genug sind. Das ist natürlich völlig absurd.

    Was ihr dagegen tun könnt? Es gibt bereits Supermärkte, die solches Obst und Gemüse für den halben Preis anbieten. In Deutschland hat sich Penny entschieden, diese Nahrungsmittel anzubieten. Übrigens sehr erfolgreich.

    Wer die Möglichkeit hat, sollte das Obst direkt vor Ort von Bauern kaufen. Oder auch auf den Wochenmärkten der Stadt. Dort verkaufen die Landwirte meist selbst und müssen sich so nicht an die strikten Schönheitsideale halten.

  3. Weniger Lebensmittel wegwerfen: Saisonal und regional einkaufen

    Damit wären wir direkt bei dem nächsten Stichwort. Achtet darauf, dass ihr saisonales Obst und Gemüse aus eurer Gegend kauft. So können Transportwege verkürzt werden. Denn große Entfernungen sind nicht nur doof für den ökologischen Fußabdruck.

    Auch lange Transportwege sorgen dafür, dass Obst und Gemüse beschädigt werden. Und so müssen nach jedem Transport eine Vielzahl der Lebensmittel aussortiert und entsorgt werden. Auch das ist eine riesige Verschwendung.

    Wir empfehlen euch auf den Märkten einkaufen zu gehen. Ihr unterstützt die Landwirte aus der Region, bekommt Lebensmittel mit tollen inneren Werten. Und habt auch viel länger was davon. Denn sie verderben nicht so schnell.

  4. Nur eine Empfehlung: Das Mindesthaltbarkeitsdatum

    Wir wechseln die Szenerie. Ab in die Küchen! Die meisten Nahrungsmittel haben ein Ablaufdatum. Eigentlich handelt es sich eher um eine Empfehlung. Die sagt, ihr könnt XY bis zu dem Tag essen – da ist es garantiert noch super duper frisch.

    Für viele sagt das Mindesthaltbarkeitsdatum etwas anderes. Es ist eine in steingemeißelte Deadline, die es unter keinen Umständen zu überschreiten gilt. Denn sonst drohen Krankheit und Verderben.

    Das ist natürlich absoluter Blödsinn. Und nur unserem paranoiden Zwängen geschuldet. Denn tatsächlich sind viele Lebensmittel noch einige Tage länger haltbar, als auf den Verpackungen angegeben.

    Und natürlich würden wir es sehen, riechen und schmecken, wenn etwas verdorben ist. Um das Ganze dennoch zu umgehen, solltet ihr euch daran halten: Räumt Lebensmittel, mit kurzen Lebenspannen nach vorn. Und neue, frischere Sachen nach hinten.

  5. Essen richtig lagern

    Viele Lebensmittel werden schnell ungenießbar, weil wir sie falsch lagern. Mit einfachen Tricks und ein bisschen Wissen können wir die Lebensdauer vieler Nahrungsmittel verlängern.

    Frische Waren gehören zum Beispiel immer in den Kühlschrank. Dazu zählen Milchprodukte wie Käse oder Butter. Für Fleisch gilt dasselbe. Auch Salate oder frischer Spinat gehört kühl gelagert.

    Trocken und dunkel hingegen mögen es Kartoffeln und Zwiebeln. Falls ihr eine Speisekammer habt, solltet ihr sie dort lagern. Auch Tomaten und Zitrusfrüchten finden Kälte nicht so dufte. Lager sie einfach draußen in Obstschalen. Sieht ja auch gut aus. 😉

  6. Welche Lebensmittel sind eure Regalhüter?

    Jeder hat doch ein Relikt im Kühlschrank oder in der Speisekammer. Irgendwas, was ihr immer wieder kauft. Lagert. Verderben lässt. Wegwerft. An dieser Stelle möchte ich mich outen und die Verantwortung für kiloweise verschwendete Karotten übernehmen.

    Ich schäme mich und gelobe Besserung. Denn tatsächlich esse ich Möhren gern. Und ich weiß wie lecker und gesund sie sind. Und wenn ich sie so vor mir sehe, habe ich absolut gar keine Lust sie zuzubereiten. Nie. No matter what!

    backen mit möhren

    Die Lösung ist simpel. Viele Märkte erlauben uns Obst und Gemüse in kleinen Verpackungen zu kaufen. Wenn das nicht möglich ist, sollten wir uns mit der Freundin reinteilen. Oder mal öfter die Mama zum Essen einladen und gemeinsam schlemmen!

    Das Gleiche gilt auch für Brot. Das wird zwar verspeist. Allerdings nur zur Hälfte. Denn die andere Seite vertrocknet bis wir uns zu ihr durchgebissen haben. Brot gibt es eh in kleinen Packungen zu kaufen. Ansonsten können einzelne Scheiben auch eingefroren werden!

  7. Weniger Lebensmittel wegwerfen: Eine Hommage an das Gefrierfach

    Gefrierfächer haben eine weit aus größere Daseinsberechtigung als bisher angenommen. Weit über Pizza-Aufbewahrung und Wodka-Kühlung hinaus! Denn ihr könnt absolut alles einfrieren anstatt es wegzuwerfen.

    Das gilt nicht nur für Brot – sondern auch für Gemüse, Soßen, Obst, gekochte Gerichte, rohes Fleisch. Alles, was ihr nicht verarbeiten könnt. Oder was vom letzten Kochvergnügen übrig geblieben ist.

    Nehmt einfach portionsgroße Mengen und verpackt sie luftdicht. So halten sich das Essen und die Nahrungsmittel teilweise mehrere Wochen länger. Und bleiben dabei frisch. 🙂

  8. Konserviere dein Essen

    Vielleicht denkt ihr jetzt an die Oma. An alte Einweggläser mit Schraubverschluss. Braune Rhabarberpampe. Oder gleichfarbigen Pflaumenmus mit Stückchen. Doch weit gefehlt!

    Weiches überreifes Obst könnt ihr übrigens auch super in Smoothies verarbeiten, statt es zu entsorgen. Das bringt eine zusätzliche Süße. Und falls du noch nach Inspiration suchst: Gesunde Smoothies: 9 leckere Rezepte für fruchtige Vitaminbomben.

    gesunde smoothies zutaten

    Besonders schnell reifen oftmals Bananen. Doch anstatt sie zu entsorgen, könnt ihr auch leckeres Bananenbrot aus ihnen machen. Dieser Kuchen geht schnell und schmeckt auch ziemlich lecker.

    Wenn ihr Gemüse übrig habt, dass nicht mehr ganz so knackig wirkt, könnt ihr daraus leckere Suppen zaubern. Auch Dips oder Saucen bekommt ihr mit einfachen Handgriffen hin. Und könnt so vermeiden Lebensmittel wegwerfen zu müssen.

  9. Werde kreativ in der Küche

    Kochbücher sind toll. Die Rezepte inspirieren uns. Oft kochen wir exotisch abgefahrene Gerichte nach. Die wir ohne Anleitung niemals so zustande gebracht hätten. Und kaufen dafür allerlei Zutaten ein, die wir dann nie wieder nutzen.

    Es gibt ein tolles Konzept, dass genau dieses Problem angehen will. In vielen großen Städten findet ihr Kochhaus Filialen. Dort werden euch wöchentlich neue Rezepte angeboten und ihr kauft die Zutaten in den exakten Abpackungen. Unbedingt testen!

    Ansonsten könnt ihr auch einfach das Rezept links liegen lassen. Und die Zutaten einfach mal austauschen und ein bisschen herum experimentieren. Oftmals kommen coole Kreationen zu Stande mit Dingen, die ihr eh noch im Kühlschrank habt.

  10. Koche nur so viel, wie du brauchst

    Das gleiche Prinzip wie beim Einkaufen! Bereite nur so viel Essen zu, wie du auch wirklich benötigst. Denn bereits verarbeitete Speisen verderben schneller und können so nicht mehr so lang aufbewahrt werden.

    Klassiker der schwierigen Dosierungen sind definitiv Reis und Nudeln. Ihr kocht auch immer versehentlich für eine türkische Großfamilie mit? Dann lade doch einfach deine Freunde zu einem spontanen Abendessen ein.

    Tipps gegen Stress

    Das gilt auch, wenn deine 5 Kilo Kartoffeln beginnen Triebe zu bilden. Oder du wieder dem 2 Kilo Sack Karotten nicht widerstehen konntest (An meine Mädels: Carrot Cake ist in Ordnung?).

    Wenn sonst noch etwas übrig bleibt: Reste in den Kühlschrank und am folgenden Tag verspeisen. Oder ihr friert das übrig gebliebene Essen ein. Hauptsache ihr müsst nicht Lebensmittel wegwerfen.

  11. Keine Lebensmittel wegwerfen: Im Restaurant

    Es hat unglaublich gut geschmeckt? Aber der Teller ist noch gut gefüllt? Habt keine Scheu und fragt, ob ihr den Rest des Essen mitnehmen könnt. Viele Restaurants bieten es eh an restliches Essen einzupacken.

    Denn sie selbst können die Speisen nicht mehr verwerten und müssen sie direkt entsorgen. Das ist natürlich eine riesige Verschwendung und auch sehr schade um das ganze Essen.

    Und was gibt es Besseres als am Folgetag nochmal genüsslich in die kulinarischen Tiefen abzuschweifen. Während alle anderen Kantinenessen in sich reinschaufeln oder zum Imbiss gehen. 🙂

  12. Eine tolle App gegen Nahrungsmittelverschwendung

    Es gibt eine wunderbare App, die dabei hilft weniger Lebensmittel wegwerfen zu müssen. Auch hier geht’s um Nahrungsmittel aus der Gastronomie, die nicht verkauft wurden.

    Cafés, Restaurants und Imbisse stellen die übrig geblieben Speisen kurz vor Ladenschluss auf der App online. Der User kann die überschüssigen Lebensmittel reservieren und dann vor Ort abholen.

    Wir finden die Idee super cool. Deswegen empfehlen wir euch unbedingt Too Good To Go runterzuladen und direkt auszutesten. Eine leckere Option gegen die Lebensmittelverschwendung vorzugehen.

  13. Foodsharing: Nutzt Online Plattformen

    Sharing is Caring! Und natürlich geht das über das Teilen von Autos und Betten hinaus! Denn auch Essen kann geteilt werden. Wer überschüssiges Essen weder an Freunde, Familie noch Nachbarn los wird, sollte sich mal im WorldWideWeb umschauen.

    Hier gibt es die Foodsharing Plattform. Auf der werden Lebensmittel kostenlos angeboten und können einfach abholt werden. Auch versammeln sich ab und an fremde Menschen um gemeinsam zu kochen.

    Auf der Seite tummeln sich nicht nur private Personen. Auch Händler, Gastronomen und Hersteller von Speisen befinden sich darunter. Schaut mal rein. Das ist vor allem für die Großstädter sich spannend.

  14. Noch ein Tipp zum Schluss:

    Baut doch euer Essen selbst an. Vielleicht habt ihr gerade kein Feld vor der Tür. Statt den unendlichen Weiten der Graslandschaft, habt ihr Beton vor der Nase? Gar kein Problem.

    Alles, was ihr benötigt sind ein kleiner Garten. Oder ein Stückchen Balkon. Und ganz zur Not genügt auch ein freier Platz auf der Fensterbank. Da lassen sich übrigens besonders gut tolle Küchenkräuter anbauen.

    tomaten selber ziehen eierkarton gewächshaus

    Ihr habt Lust eure eigenen Zutaten anzupflanzen? Dann schaut mal hier vorbei: Tomaten selber ziehen im Eierkarton Gewächshaus. Hier findet ihr eine ganz einfache Anleitung und alles Wissenwertes.

    Wer lieber süße Früchte mag, sollte mal hier vorbeischauen: Erdbeerturm selber bauen: In nur 4 Schritten zur DIY Erdbeersäule. Sieht schick aus. Und schmeckt natürlich gleich viel besser! 🙂

Unser Fazit:

Nahrungsmittel im großen Stil verschwenden muss nicht sein. Es gibt viele kleine Dinge, die jeder von uns machen kann. Um bewusst mit Ressourcen und Lebensmitteln umzugehen. Und zur Unterstützung gibt es bereits zahlreiche tolle Apps, Webseiten und Konzepte. Die ihr unbedingt ausprobieren solltet!

Sophie
Sophie steht auf unberührte Natur, gute Bücher und Yoga. Sie liebt es zu Schreiben und zu Fotografieren. Außerdem ist sie mit Kaffee und Schokolade bestechlich.