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Rund ein bis zwei Monate kann der Mensch ohne Nahrung überleben, aber ohne Sauerstoff kommt er nur wenige Minuten aus. So wichtig ist die Atmung. Richtig eingesetzt, hilft sie auch beim Detoxen. Bernita von Wainando verrät dir, wie’s geht.

Ohne Sauerstoff geht es nicht. Unser Körper braucht ihn, um sich mit Energie zu versorgen und den Stoffwechsel in Gang zu setzen. Dabei entsteht das Abfallprodukt Kohlenstoffdioxid, das schnell in die Lungen abtransportiert wird. Wer flach atmet, nimmt aber nur wenig Sauerstoff auf und gibt nur wenig Kohlenstoffdioxid ab. Deshalb arbeiten viele Yoga-Übungen daran, die Atmung zu vertiefen.

Yogischer Atmung werden viele positive Effekte nachgesagt. So soll sie Lunge und Blut reinigen, indem mehr Sauerstoff aufgenommen und mehr Kohlenstoffdioxid ausgestoßen wird. Aber auch das Nervensystem beruhigt sich, wenn der Atem länger und tiefer wird. Gedankenspiralen verlangsamen sich, negative Emotionen ebben ab. Detox für Körper und Geist also.

Zu Hause üben

Für Yoga-Atemübungen brauchst du nicht viel: Etwas Zeit, Ruhe und Geduld reichen aus. Setz dich bequem mit geradem Rücken in den Schneidersitz oder auf einen Stuhl und schließ die Augen. Dann beginne, ganz langsam ein- und auszuatmen. Entspanne dich mit jedem Atemzug etwas mehr. Erzwinge nichts, sondern lass dich fallen.

Wenn du ruhiger geworden bist, kannst du mit einer der folgenden Übungen weitermachen. Je länger du übst, desto intensiver ist die Erfahrung.

Wainando
Michaela und Bernita Müller gründeten vor 2 Jahren Wainando.

Wechselatmung

Diese Atemtechnik ist eine klassische Reinigungsübung. Verschließe das rechte Nasenloch mit dem rechten Daumen und atme etwa vier Sekunden ein. Halte den Atem genauso lang an, während du das linke Nasenloch mit dem Ringfinger der rechten Hand verschließt. Dann atme durch das rechte Nasenloch acht Sekunden aus. Atme vier Sekunden ein, halte den Atem genauso lang und atme dann acht Sekunden durch das linke Nasenloch aus. Fahre für mindestens drei Runden fort. Spür danach in dich hinein, um die Veränderung zu wahrzunehmen.

Wenn du diese Übung länger praktizierst, kann sich deine Lungenkapazität erhöhen. Innere Blockaden lösen sich auf. Vielleicht fühlst du dich auch ausgeglichener.

Schnellatmung

Die Schnellatmung sorgt dafür, dass dein Gehirn mit mehr Sauerstoff versorgt wird. Die Technik erinnert an einen Blasebalg, der sich schnell und rhythmisch bewegt. Atme eine halbe Sekunde lang ein und stoße die Luft dann kraftvoll eine Sekunde lang aus. Dabei geht der Bauch leicht nach innen. Fast von selbst atmest du ein und der Bauch wölbt sich wieder nach außen. Das Zwerchfell geht leicht nach oben dabei. Wiederhole diese Übung mindestens 20-mal.

Nur der Bauch atmet bei dieser Übung, der Rest des Körpers ist entspannt. Nimm dir nach Abschluss der Übung noch etwas Zeit, um nachzuspüren.

Ujjayi

Ujjayi ist ebenfalls eine wichtige Atemtechnik im Yoga. Sie vertieft die Atmung und reinigt die Kehle. Außerdem wird ihr eine schleimlösende Wirkung nachgesagt. Anfänger atmen vollständig ein, bringen den Atem in die Kehle und machen dabei ein leises Geräusch. Es hört sich oft wie ein „Haaa“ an. Dieses Geräusch entsteht auch bei der Ausatmung, die wieder über die Kehle geht. Die Stimmritze verschließt sich dabei leicht. Du kannst dir auch vorstellen, einen Spiegel anzuhauchen – die Bewegung ist ganz ähnlich.

Biene

Diese Technik reinigt die Kehle und soll sogar Infektanfälligkeit reduzieren. Vielleicht fühlst du dich danach auch ruhiger oder freudvoller. Atme schnell durch die Nase ein und aus. Beim Ausatmen summst du wie eine Biene. Konzentriere dich ganz auf das, was du tust. Der Ton ist kraftvoll und darf dich ruhig ins Schwitzen bringen. Um die Übung abzuschließen, atme tief ein, halte den Atem und atme dann bewusst wieder aus.

Volle Yoga-Atmung

Bei dieser Übung schenkst du dir viel frischen Sauerstoff, der deinen Körper reinigt. Außerdem soll das Nervensystem davon profitieren. Atme tief in deinen Bauch hinein, so dass sich die Bauchdecke leicht nach vorne wölbt. Fülle auch die Lungen bis zum Schlüsselbein mit Luft. Dann atme in umgekehrter Reihenfolge wieder aus. Wenn du nach Luft schnappen musst, war der Atemzyklus zu lang. Achte darauf, entspannt zu bleiben. Genieße deinen Atem und die Kraft, die er dir schenkt.

Detox für unterwegs

Wenn du etwas geübter bist, kannst du die Atemübungen überall anwenden. Im Büro oder im Bus merkt keiner, wenn du lang und tief atmest. So versorgt du dich auch unterwegs mit reichlich Sauerstoff und wirst mehr Kohlenstoffdioxid los. Blut, Gehirn und Lungen werden es dir danken. Außerdem kannst du dich auf diese Weise schnell mit Energie versorgen. Probier’s aus!

Gastbeitrag von Bernita Müller

Bernita hat Ausbildungen im Bereich Yoga und Meditation gemacht und arbeitet in der Touristikbranche. Zusammen mit Michaela Müller gründete sie vor zwei Jahren Wainando, einen Online-Reiseveranstalter für Yoga, Meditationsurlaub und Sinnreisen.