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Arbeiten im Stehen? Ja, richtig gehört! Wer stehend im Büro arbeitet, tut seinem Körper sehr viel Gutes! Das ist meine Stehschreibtisch Erfahrung.

Du hast auch schon mit dem Gedanken gespielt dir einen Stehschreibtisch zuzulegen? Gute Idee! Ich arbeite seit drei Monaten im Stehen. Aber aller Anfang ist bekanntlich wirklich schwer. Ich kann nur eins sagen: Bloß nicht aufgeben! Nach 2 Wochen geht’s schon viel leichter.

Bevor du dir einen teuren Stehtisch kaufst, sollst du unbedingt mindestens eine Woche stehen üben. Das klingt jetzt vielleicht lustig, aber glaub mir: Wir sind es nicht mehr gewohnt so viel zu stehen!

Probier’s doch mal mit dieser günstigen Variante: „Anleitung zum Stehschreibtisch selber bauen“

Ganz wichtig: Bequeme Schuhe! Wenn du stehst, hast du am Anfang sicher schmerzende Fersen und Fußsohlen. Das ist normal. Weniger schmerzhaft ist es, wenn du dir gute Schuhe zulegst. Ich habe sehr gute Erfahrungen mit Sketchers gemacht. Der weiche Memory Foam ist eine wahre Wohltat für die Füße.

Hast du hier mal ein paar Tage geübt, kannst du dich an einen richtigen Tisch wagen 🙂 Aber auch hier gilt: Gerade anfangs ist stehen kein Kinderspiel! Aber lies einfach selbst:

Stehschreitisch Erfahrung: Meine erste Woche mit Standing Desk

Tag 1: Den Standing Desk aufbauen

Ich bin wirklich keine Handwerkerin. Mit ein wenig Hilfe steht der Standing Desk aber in einer dreiviertel Stunde. Es gibt unterschiedliche Varianten. Ich habe mir einen Tisch mit Motor besorgt. Er ist sehr schnell und problemlos höhenverstellbar.

Ich schlüpfe in meine neuen Arbeitsschuhe und lege gleich mal los. Schon nach einer Stunde beginnen sich meine Fersen zu melden. Die Beine fühlen sich schwer und müde an. Fast wie Blei.

Meine Standing Desk Erfahrung

Ich halte 3 Stunden durch.

Eine Steigerung der Produktivität durchs Arbeiten mit Standing Desk kann ich noch nicht bemerken. Ich tanze nämlich ständig vom linken auf den rechten Fuß und umgekehrt. Meine Fußsohlen glühen richtig.

Tag 2: Meine Beine bringen mich um

Der erste Schritt aus dem Bett: Schon melden sich meine Füße. Sie schmerzen nicht aber ich spüre sie ordentlich. Meine Beine sind schwer und müde.

Aber auf ins Büro und rein in die Schuhe. Mit einem Knopfdruck steht er dann auch wieder vor mir und wartet darauf, dass ich loslege: Der Standing Desk.

Heute möchte ich es länger schaffen. Wäre doch gelacht!

Ich halte bis 11 Uhr durch. Es klappt prima.

Meine Füße schmerzen allerdings von den Zehen bis zur Ferse. Ich hoffe, dass sich das bald legt.

Mein Tipp: Es hilft immer wieder mal das Gewicht von einem auf das andere Bein zu verlagern.

Tag 3: Muskelkater!

Hallo lieber Muskelkater! Nein, nicht wie du denkst in den Beinen, sondern im unteren Rücken! Irgendwie verrückt, aber auch ganz normal. Denn wenn wir stehen, hat auch der Rücken viel zu tun. Beim Sitzen verfallen die meisten in eine ungesunde Position mit gekrümmtem Rücken. Beim Stehen ist das kaum möglich. Man steht automatisch aufrecht. Klingt gut oder?

Aber so prickelnd finde ich das nicht: Schmerzende Beine und Muskelkater im unteren Rücken sind der Dank fürs aufrechte Stehen. Irgendwie fühle ich mich wie von einem LKW überfahren und stehe neben mir.

Aufgeben war aber noch nie meine Stärke.

standing desk erfahrung

Obwohl mein Körper ein wenig streikt, merke ich, dass ich vor allem beim Schreiben viel schneller und konzentrierter bin. Für komplizierter Tasks setze ich mich hin. Der Mix macht’s und klappt gut!

Den Wunsch unbedingt den ganzen Tag stehen zu müssen, werfe ich heute über Bord. Ich gönne meinen Beinen die Erholung am Nachmittag.

Tag 4: Shake it!

Schön langsam wird das Hochfahren des Tischs am Morgen zur Routine. Richtig voller Power und Tatendrang fühle ich mich noch immer nicht. Aber das Stehen klappt schon viel besser als am zweiten Tag mit Stehschreibtisch.

Der Muskelkater verabschiedet sich endlich und ich merke selbst, dass ich viel aufrechter stehe als zuvor. Beim Arbeiten im Stehen ist man ständig in Bewegung. Das ist sehr gut für mich: Denn mir wird beim Sitzen furchtbar schnell kalt. Dieses Problem habe ich jetzt nicht mehr.

Außerdem macht es sehr viel Spaß zu guten Songs abzushaken. 🙂

Um meine Fersen zu entspannen, stelle ich mich immer wieder mal auf die Fußballen und strecke die Beine durch. Bei mir klappt das prima.

Am Nachmittag setze ich mich hin. Und leider verfalle ich sofort wieder in die ungesunde Sitzposition. Alle halbe Stunde fällt es mir auf. Meine Schultern fallen nach vorne und mein Rücken wird krumm. Furchtbar. Eine gute Lösung hab ich dafür noch nicht gefunden.

Tag 5: Guten Morgen lieber Stehschreibtisch

Ich fühle mich fitter! Das morgendliche „Ohne Kaffee ohne mich“-Gefühl ist verschwunden! Die Füße gewöhnen sich auch schön langsam an die Belastung. Ich spüre noch ein leichtes Ziehen, aber von den Gefühlen der ersten drei Tage bin ich schon weit weg.

Das Einzige was mich noch ein wenig quält sind meine Fersen. Aber da muss ich wohl noch eine Zeit durch.

Meinem Rücken geht es wieder gut. Der Muskelkater ist beinahe verschwunden. Nur wenn ich mich richtig fest strecke, spüre ich das Ziehen an der Wirbelsäule.

Meine Stehschreibtisch Erfahrung: Nach 2 Wochen

Dass ich da noch erleben darf! Ich hatte immer furchtbare Verspannungen im Nacken. Manchmal waren sie so schlimm, dass sich alles hart anfühlte. Es zwickte, zog und ich bekam Kopfschmerzen. Mein Masseur meinte, dass sei vom falschen Sitzen. Echt erschreckend: Kopfweh vom Sitzen! Man muss sich das mal durch den Kopf gehen lassen.

Wir tuen unserem Körper mit dem vielen Sitzen wirklich nichts Gutes. Er wurde nie dafür gebaut so viele Stunden sitzend zu verbringen. Wer mal eine Stehschreibtisch Erfahrung gemacht hat, wird das merken.

standing desk erfahrungSeit ich meinen Stehschreibtisch habe, sind die Verspannungen so gut wie weg. Ja, in der ersten Woche habe ich mit anderen „Schmerzen“ zu kämpfen, aber die nehme ich gerne in Kauf.

Mein Fazit:

Versucht es unbedingt! Ihr tut eurem Körper damit etwas richtig Gutes. Vielleicht kannst du ja mal probieren wenn ein Kollege im Urlaub ist. Eine Woche solltet ihr das Arbeiten mit Standing Desk unbedingt probieren. Wenn es weniger ist, zahlt es sich nicht aus. Der Körper muss sich nämlich erst daran gewöhnen. Dann steht deiner Stehschreibtisch Erfahrung nichts im Weg.

Nach drei Monaten kann ich sagen: Nie wieder den ganzen Tag sitzen. Ich fühle mich viel besser, bin produktiver und mir ist weniger kalt 🙂 Der schlimmste Steh-Tag ist Montag. Aber da beiße ich einfach in den sauren Apfel. Bis zum Mittagessen stehe ich. Danach dürfen sich meine Beine erholen.