Minimalismus: Entrümpeln und von altem Ballast befreien

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Minimalismus: Entrümpeln, reduzieren, weniger besitzen, glücklicher sein. So lautet die Idee hinter dem neuen Trend des “Weniger ist Mehr”. Wie ihr euch ebenfalls von altem Ballast befreien könnt, erfahrt ihr hier.

Minimalismus ist ein neuer Trend, der dem Konsumwahn lässig den Mittelfinger zeigt und dafür sorgen soll, dass wir entspannter, glücklicher und bewusster leben. Klingt ganz schön idealistisch oder? Ob das so klappen kann?

Das ein minimalistischer Lebensstil sich positiv auswirkt, stimmt tatsächlich. Der Grund ist ziemlich simpel. Jeder Gegenstand wird von unserem Gehirn registriert, auch wenn uns das gar nicht bewusst ist.

Je mehr Dinge um uns herumstehen oder aus dem Schrank rausquillen, desto mehr ist das Gehirn angestrengt, ihnen Beachtung zu schenken. Dabei lieben unsere grauen Zellen klare Flächen, ruhige Wände und einfachere Strukturen.

So können wir uns nämlich viel besser auf wirklich wichtige Dinge konzentrieren. Die Weltherrschaft zum Beispiel. Oder halt andere Projekte, die mindestens genauso erfolgsversprechend sind 🙂

Doch wie geht man das denn jetzt an? Wenn man mit beiden Beinen im Chaos versinkt, braucht man einen Schlachtplan. Stimmt! Deswegen sagen wir: Ja zum Minimalismus: Entrümpeln here we go. Yihhhhaaaaa (Kampfschrei – damit geht alles besser!).

Minimalismus: Entrümpeln und von altem Ballast befreien

Bevor ihr nun eifrig die Ärmel bis zur Achselhöhle hochkrempelt, solltest ihr euch klar machen, wie ihr entrümpeln wollt. Wir haben folgende Systeme auf Herz und Nieren geprüft. 🙂

Nehmt euch Zeit für Minimalismus: Entrümpeln muss sinnvoll sein

Ist es jetzt Sonntagabend 22 Uhr? Ihr lest diesen Artikel und seid heiß darauf, alles direkt loszuwerden? Können wir gut verstehen! Allerdings solltet ihr mal kurz den Blinker setzen und rechts ranfahren.

Steht morgen ein wichtiges Meeting an? Müsst ihr eigentlich eine Präsentation vorbereiten? Drückt ihr euch darum, für eine wichtige Klausur zu lernen? Dann bewahrt die Euphorie lieber für einen sinnvolleren Zeitpunkt auf.

Minimalismus: Entrümpeln wie

Natürlich sollte man Lust auf das Entrümpeln haben. Dennoch sollte ausreichend Zeit eingeplant werden. Das können je nach Lust und Laune 2-3 Stunden sein. Oder auch ein verregnetes Wochenende. Überlegt also, wie ihr am besten vorgehen wollt.

Dann nehmt euch die Zeit und beginnt ganz entspannt. Sorgt dafür, dass ihr nicht abgelenkt werdet. Räumt jede Schublade aus, so dass ihr wirklich alle Dinge in der Hand habt. Wischt die Regale aus und räumt dann die Teile zurück, die ihr behalten wollt.

Systematisch ausmisten: Wo starte ich?

Um gut und effektiv zu entrümpeln braucht ihr nicht nur Zeit (so viel wie ihr wollt), sondern auch ein durchdachtes System. Wir haben zwei verschiedene Ideen, wie man sich von altem Ballast befreien kannst.

Die erste Möglichkeit ist sich von Regal zu Regal und von Raum zu Raum vorzuarbeiten. Ihr solltet nicht in der Küche oder in der Abstellkammer starten, dort sind meist so viele Dinge gebunkert, dass die Motivation schneller wieder schwindet, als ihr gucken könnt.

Minimalismus: Entrümpeln Tipps

Noch besser ist es thematisch auszumisten. Das dauert zwar etwas länger. Aber so spart ihr euch den Frust kurz vor Schluss noch Teile zu finden, die ihr eigentlich schon vor drei Tagen in der Hand hattet. Bestes Beispiel: Winterstiefel (Abstellkammer, Flur, Keller).

Verschafft euch also einen Überblick über alle Habseligkeiten. Dann könnt ihr besser sehen, was ihr doppelt habt, welche Teile defekt oder total überholt sind und gezielt entrümpeln. Und hey! Wenn ihr denkt: “Ach, das habe ich noch?” Dann kann es direkt aussortiert werden. 😉

Wie entscheide ich, was weg kann?

Auch hier gibt es verschiedene Strategien. Ich entrümpel sehr gern intuitiv. Das heißt, ich lasse meinen Bauch entscheiden, ob ich die Sachen behalte oder aussortiere. Das geht ruckzuck und bislang gab es keine Momente, wo ich meine Entscheidungen bereut habe.

Behaltet Dinge mit emotionalem Wert. Damit sind Erinnerungsstücke gemeint. Und aufrichtige Emotionen. Auch wenn es euch anders erscheint, höchstwahrscheinlich gibt es keine enge Bindung zu dem körperlich benachteiligten Porzellanzwerg von Omma.

Minimalismus: Entrümpeln und Ausmisten

Falls ihr auch ewig über jedes Teil sinniert, holt euch Hilfe. Ein gut gemeinter Rat als Entrümplungsmeister: Fragt nicht den Partner, wenn ihr in eurer Wohnung ausmistest. Das geht nach hinten los! Bittet lieber eine Freundin als Unterstützung. 🙂

Ihr wisst partout nicht, ob ihr etwas behalten oder entsorgen sollt? Dann fragt euch, ob ihr dieses Teil in den letzten 12 Monaten gebraucht, getragen oder benutzt habt. Wenn nicht, dann könnt ihr ziemlich sicher guten Gewissens entsorgen.

Hallo Minimalismus: Entrümpeln und dann?

Wenn ihr nun einen 2 x 2 Meter großen Haufen unnützer Dinge aufgestapelt habt, kommt der nächste Schritt. Ihr müsst die Sachen loswerden. Am besten zügig, damit ihr nicht ewig in Erinnerungen schwelgt und den eingestaubten Zwerg doch wieder rauskramt.

Dann ist es wichtig zu entscheiden: Was ist defekt, fürchterlich hässlich und absolut unbrauchbar? Das kommt direkt auf den Müll. Wenn etwas nicht wiederverwendet werden kann, muss es auch nicht im Keller gehortet werden.

Minimalismus: richtig Entrümpeln

Gerade bei Büchern und Mode bietet es sich an, diese Sachen weiterzugeben. Ist die Kleidung noch in Ordnung, könnt ihr sie an eine wohltätige Einrichtung spenden oder an Freunde verschenken.

Ob ihr mit den alten Sachen noch Geld verdienen könnt? Kommt ganz drauf an. Flohmärkt sind super, da man mit einmaligen Aufwand viele Dinge loswird. Aber ob es sinnvoll ist jedes Teil einzeln ins Internet zu stellen, hängt vom jeweiligen Wert ab.

Unser Fazit:

Auf in den Minimalismus: Entrümpeln ist super! Es macht Spaß, befreit und setzt ein tolles Zeichen gegen den allgemeinen Konsumwahn. Wir haben anschließend nicht nur mehr Platz. Sondern lernen unsere Habseligkeiten viel mehr zu schätzen. Das lohnt sich 🙂