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Sie wachsen am Wegesrand, im Blumenbeet, unter Hecken oder auf Wiesen: Essbare Wildkräuter sind alles andere Unkraut! Wilde Kräuter liefern uns im Frühling wichtige Nährstoffe. Unser liebstes Rezept für Wildkräuter-Salat.

Warum in den Supermarkt spazieren, wenn die besten Zutaten für einen leckeren Salat doch direkt vor der Haustüre wachsen? Der Frühling hält viele wilde Leckerbissen für uns bereit, die nur daraufwarten verspeist zu werden.

Nach dem langen und kalten Frühling braucht unser Körper neue Kraft. Ob wir die Frühjahrsmüdigkeit bekämpfen möchten oder einfach neugierig auf neue Rezepte sind: Essbare Wildkräuter sind die Lösung!

Wer mal auf den Geschmack gekommen ist, wird die Finger nicht mehr von selbst gesammelten Kräutern lassen können. Essbare Wildkräuter lassen sich in Dressings, Dips, Salate, Suppen und viel mehr verwandeln. Und das schmeckt nicht nur lecker, sondern ist auch unheimlich gesund.

Wildkräuter stecken voller Mineralien und Vitamine

Denn ein bunt gemischter Salat mit wilden Kräutern enthält viel mehr Nährstoffe und Vitamine als ein normaler Kopfsalat. Und mal ganz ehrlich: Kopfsalat können wir doch das ganze Jahr über essen. Im Winter und Frühling stammt der Salat aus Glashäusern und hat ohnehin kaum Geschmack. Also: Wage dich an Kräuter und Blümchen aus der Natur. Du wirst es nicht bereuen.

Durch das Kultivieren von Pflanzen ging die Vielfalt unserer Ernährung verloren. Das macht essen nicht nur langweiliger, sondern auch ungesünder. Denn viele essbare Wildkräuter enthalten gesunde sekundäre Pflanzenstoffe, die sehr gesund sind. In gezüchteten Pflanzen gehen viele gesunde Nährstoffe verloren.

Das beste aller Wildkräuter Rezepte: Salat mit essbaren wilden Kräutern und Blüten #wildkräuter #frühling #salat

Grünkohl ist super gesund. Aber Gänseblümchen können noch mehr. 100 Gramm Grünkohl haben 490 mg Kalium. Gänseblümchen kommen auf 600 mg! Brennnessel enthält 3x so viel Kalzium und 4x so viel Eisen wie Grünkohl.

Essbare Wildkräuter sammeln: Das musst du wissen!

Na, bist du jetzt neugierig geworden? Sehr gut 🙂

Das Wichtigste zu erst: Nicht jedes Wildkraut ist essbar! Sammle nur Kräuter, bei denen du dir sicher bist! Du riskierst sonst Magenverstimmungen und im äußersten Fall sogar Vergiftungen. Die bekannteste und häufigste Verwechslung sind Bärlauchblätter und Maiglöckchen.

Sammle wilde Kräuter nur abseits befahrener Straßen. An den Straßenrändern sind essbare Wildkräuter durch Abgase belastet. Achte genau auf den Pflückort und sammle die Kräuter nicht an einer Hundeauslaufzone.

Spüle die Kräuter vor dem Essen mit lauwarmem Wasser ab. Aber lege sie nicht in Wasser ein. Dadurch gehen Nährstoffe und Vitamine verloren.

Verspeise Wildkräuter bald. Wenn du sie erst später essen möchtest, gib sie in eine Plastiktüte oder eine Tupperbox. Bewahre sie im Kühlschrank auf.

Sammle nur so viele essbare Wildkräuter, wie du essen kannst. So haben alle etwas davon – du auch. Schließlich gibt’s nächstes Jahr nur neue Kräuter, wenn genügend stehen bleibt.

Tipp: Warte bis die Kräuter blühen und sammle ein paar Samen. Du kannst sie im Garten oder am Balkon im Blumentopf ziehen. Das klappt vor allem bei Löwenzahn sehr gut.

Die besten essbaren wilden Kräuter für deinen Wildkräuter-Salat

Wir haben die besten essbaren Wildkräuter gesammelt und in einen leckeren Wildkräuter-Salat verwandelt. Bevor es zum Rezept geht, gibt’s ein paar Infos zu den essbaren Kräutern, die in unserer Salatschüssel landen.

Essbare Wildkräuter: Der Gundermann

Essbare Wildkräuter: Gundermann (violette Blume)

Den Gundermann hat wohl schon jeder Mal gesehen. Aber nur die wenigsten wissen, dass er zu den essbaren Kräutern zählt.

Früher setzte man dieses Wildkraut bei Wunden ein, die schlecht heilen. Heute gilt die violette Blume eher als Leckerbissen. Charakteristisch sind seine violetten Blüten, der vierkantige lange Stiel und die herzförmigen Blätter.

Gundermann wächst auf feuchten und humusreichen Böden. Er liebt Hecken, Bäume und Rasen.

Die leicht bitter und herb schmeckenden Blätter landen vor allem in Suppen oder im Salat. Die Blüten werden gerne als Deko verwendet. Übrigens auch bei Süßspeisen! Immer öfter wird die Pflanze im Ganzen durch Back-Schokolade gezogen. Lässt man die Ranken trocknen, erhält man eine wunderschöne Deko für Kuchen und Torten.

Tipp: Sammle ein paar Blüten, trockne sie und streue mit anderen Kräutern in selbst gemachtes Kräutersalz.

Essbare Wildkräuter: Der Löwenzahn

Essbare Wildkräuter: Löwenzahn, Pusteblume

Nimm bei deinem nächsten Spaziergang ein Messer mit. Denn Löwenzahn wächst wirklich überall. Er lässt sich das ganze Jahr sammeln. Besonders schmackhaft und zart sind die Blätter im Frühling bis spätestens Mai.

Löwenzahn schmeckt leicht bitter. Das bekannteste Löwenzahn Gericht ist Salat. Gedünstet kann man die Blätter der Pusteblume wie Spinat essen. Aber auch die Blüten lassen sich verarbeiten – sie landen meist als Deko in Salaten und bringen Farbe in die Salatschüssel 🙂

Löwenzahn enthält:

  • 4x so viel Vitamin A
  • 9x so viel Vitamin C
  • 4x so viel Vitamin E
  • 8x so viel Calcium
  • 4x so viel Magnesium
  • 3x so viel Eisen
  • und fast 2x so viel Proteine

wie normaler Kopfsalat.

Wenn dir Löwenzahn zu bitter ist, kannst du ihn in Wasser einlegen. Das nimmt die Bitterstoffe. Aber denk dran: Bitter ist gesund 🙂

Essbare Wildkräuter: Das Gänseblümchen

Essbare Wildkräuter für den Wildkräuter Salat

Dieses Blümchen kennt wohl jeder. Das Gänseblümchen wächst wirklich überall und das beinahe das ganze Jahr über. Im Frühling zählen die kleinen weißen Blümchen zu den ersten, die sich aus der Erde trauen. Und im Herbst sind sie die letzten, die noch blühen.

Die Bitterstoffe des Gänseblümchens wirken stoffwechselanregend. Sie aktivieren Leber, Magen und Galle. Wer an Appetitmangel leidet, sollte Gänseblümchen in sein Essen einbauen. Weiters wirken die kleinen Blümchen Blutreinigend.

Gänseblümchen enthalten Kalium, Phosphor, Eisen, Magensium, Vitamin A und C. Sie helfen uns den Körper zu entgiften.

Essbare Wildkräuter: Das Veilchen

essbare wildkräuter: Veilchen für das Wildkräuter Salat Rezept

Die violetten Blüten des Veilchens bringen Farbe in unser Wildkräuter-Salat Rezept. Sie sehen aber nicht nur nett aus. Sie sind auch dafür bekannt, bei Beschwerden der Atemwege zu helfen und einen gereizten Magen zu beruhigen.

Außerdem kann man mit Veilchen Erkältungen vorbeugen und das Immunsystem stärken.

Essbare Wildkräuter: Die Brunnenkresse

Brunnenkresse für den Wildkräuter-Salat

Und für die richtige Würze sorgt Brunnenkresse. Sie schmeckt viel intensiver als herkömmliche Kresse aus dem Supermarkt. Rein optisch erinnert Brunnenkresse ein wenig an Radieschenblätter.

Packe unbedingt jede Menge Brunnekresse in deine Rezepte. Denn die Blätter sollen das Potenzial haben das Entstehen sowie das Ausbreiten von Krebs zu verhindern. Außerdem wirken die chlorophylreichen Blätter gegen freie Radikale aller Art.

Brunnenkresse ist auch als Anti-Aging-Kraut bekannt. Ein guter Grund sie in unseren Wildkräuter-Salat zu packen 🙂

In den Blättern stecken jede Menge Vitamin C, Eisen, Jod, Senföl und Zink.

Wildkräuter-Salat Rezept

Und jetzt wollen wir dich nicht länger auf die Folter spannen. Zeit für ein leckeres Wildkräuter-Salat Rezept mit selbst gepflückten essbaren Wildkräutern.

Essbare Wildkräuter: Rezept für Wildkräutersalat

Die Basis unseres Wildkräuter-Salats ist ein einfacher grüner Salat. Das machen wir deshalb, weil purer Löwenzahn Salat für viele zu bitter ist.

Anfänger setzen also am besten auf einen Mix. Und fortgeschrittene Wildkräuter-Salat Fans können auch nur zu Löwenzahn greifen.

Schneide den Löwenzahn, die Brunnenkresse und den grünen Salat klein.

Zupfe die Stiele von den Gänseblümchen und Veilchen.

Schneide die Radieschen und Tomaten in Scheiben.

Mariniere den Salat mit Öl und Apfelessig. Denn Apfelessig hat eine verdauungsfördernde Wirkung und soll so sogar beim Abnehmen helfen. Ideal für die Vitaminkur mit dem Wildkräuter-Salat.

Wer möchte, kann noch ein paar Sprossen oder Nüsse auf den Salat streuen.

Und fertig!

Unser Fazit:

Ein Wildkräuter-Salat schmeckt so unheimlich lecker! Nütze den Frühling, um deine Vitaminspeicher mit wilden Kräutern aufzuladen. Wenn du dir unsicher bist, lass die Kräuter stehen. Anfänger sollten sich Wildkräuter nur am Markt besorgen. Viele Kräuter haben nämlich giftige Doppelgänger. Viel Vorsichtig ist vor allem bei Bärlauch geboten!

PS: Kräuter Fans werden auch unseren Brotaufstrich mit wilden Kräutern lieben!