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Zeit für eine neue Herausforderung! Wer hat sich im neuen Jahr noch vorgenommen weniger Fleisch zu essen oder zur Vegetarierin zu werden? Ich kann das noch toppen! Ich hab mich selbst nämlich einer 30 Tage vegan Challenge gestellt. Hier erfahrt ihr wie es mir dabei ergangen ist.

Ihr kennt das doch sicher auch: Wenn einem die Idee fehlt was man kochen soll, greift man zu einem Stück Fleisch, einer Beilage und Salat. Das geht doch am schnellsten. Aber ich mach damit Schluss. 30 Tage lang esse ich weder Fleisch noch tierische Produkte. Warum?

Na, weil ich neugierig bin, ob ich das durchstehe und wie es sich anfühlt auf Fleisch zu verzichten.

Vegane Ernährung soll ja viele Vorteile mit sich bringen. Von gesünder, fitter und einfach besser ist oft die Rede. Aber wie fühlt es sich wirklich an keine tierischen Produkte mehr zu essen? Das könnt ihr hier nachlesen 🙂

30 Tage vegan: Meine Vorbereitungen

Ganz ohne Plan geht’s dann doch nicht. Schließlich muss der Kühlschrank ausgeräumt werden. Und aufgefüllt soll er auch wieder werden. Denn Diät möchte ich wirklich keine machen. Obwohl man mit veganer Ernährung angeblich sogar relativ gut abnehmen kann. Ich achte aber schon deswegen darauf genug zu essen, weil ich sportlich bin. Da braucht man Power 🙂

Deshalb hol ich mir mal Infos ein. Eine ganze Menge. Schließlich möchte ich ja wissen wie es anderen mit ihrer vegan Erfahrung gegangen ist.

Nach unzähligen Blogbeiträgen und dem einen oder anderen Buch fühle ich mich motiviert und bin bereit das Experiment 30 Tage vegan zu starten.

Voller Enthusiasmus beginne ich Lebensmittel, die ich nicht mehr brauche an Freunde und Bekannte zu verteilen. Ein paar mal werden bei meinem Vorhaben die Augen überdreht. Meinen Eltern erzähle ich davon mal besser nichts. 😀

Was aus meinem Kühlschrank verschwindet:

  • Fleischprodukte aller Art (Wurst, Pasteten, Steaks usw.)
  • Milch und Eier (Ja, auch mein geliebter Käse muss erstmal weichen)
  • Fisch

Was da noch überbleibt fragst du dich? Viel mehr als man annehmen würde. Vor allem gesunde Sachen wie Gemüse, Obst, Sprossen und Co. Wenn man Milchprodukte und Fleisch aus dem Kühlschrank verbannt, ernährt man sich also schon deshalb gesünder, weil man es durch Gemüse ersetzt.

Das weiß auch John, einer der Gründer des Magazins Tofukind. John lebt seit 10 Jahren vegan und schätzt die Vorteile: „Eine ausgewogene pflanzliche Ernährung wirkt Bluthochdruck entgegen, ist fettarm und kalorienarm.“ Außerdem hält der hohe Ballaststoffanteil lange satt. Klingt toll oder? Da geht aber noch mehr. Pflanzen stecken voller natürlicher Antioxidantien und halten uns dadurch gesund.

30 Tage vegan: Mein Selbsttest

Und was für mich persönlich sehr spannend ist: Man wird offener für neue Lebensmittel. Ich habe vorher noch nie Alfalfasprossen oder Champignonaufstrich gegessen. Schmecken übrigens beides sehr lecker 🙂

Was ich nicht allzu streng sehe ist allerdings Brot. Ja, es gibt Brot, das vegan ist. Da muss ich ehrlich sein: Meinem Vollkornbrot vom Bäcker bleibe ich treu. Auch Honig landet 1x auf meinem Brot. Sorry. Ich konnte einfach nicht ohne.

Schritt für Schritt

Von heute auf morgen von einer fleischhaltigen Ernährung auf vegan umzustellen, ist sicher alles andere als einfach. Deshalb beginne ich schon Anfang Dezember damit kein Fleisch zu mehr zu essen. Meinem geliebten Käse bleibe ich aber noch den ganzen Dezember treu. Auch das eine oder andere Ei steht noch auf meinem Speiseplan.

Als es dann mal einen Tag Brötchen bei der Arbeit gab, dachte ich nicht mal eine Sekunde daran zum Schinken zu greifen. Es interessiert mich gar nicht. Und mir fehlt der Geschmack absolut nicht. Der Mensch ist und bleibt halt einfach ein Gewohnheitstier. 🙂

Mein Start: 30 Tage vegan

So. Da steh ich nun. Vor meinem Kühlschrank und überlege mir was ich in den nächsten Tagen essen soll.

Die ersten Frühstücks ohne Milch, Fleisch und Eier

An Tag 1 und 2 stehen morgens Avocados am Speiseplan. Mit jeder Menge frischem Gemüse: Paprika, Salatgurke, Radieschen. Auf Tomaten verzichte ich – die schmecken im Winter einfach nur langweilig.

Am dritten Tag stehe ich früher auf. Vegane Pancakes. Yummy. Der Nachteil: Es dauert ziemlich lange und eigentlich würde ich jetzt noch gerne im kuscheligen Bett liegen.

Rezept für vegane Pancakes:

  • 1 reife Banane
  • 3 EL Mehl
  • Ein guter Schuss Hafermilch
  • Ein wenig Zimt

kokosmehl rezepte pancakes

Zubereitung:

Die Banane mit einer Gabel zerdrücken

Haferdrink, Mehl und Zimt dazugeben. Gut mit einem Mixer oder Schneebesen verrühren.

Ab damit in die Pfanne. Fertig 🙂

Milch ersetzen: So schmecken Haferdrink, Mandeldrink und Co

Die nächsten Tage halte ich mich mit Müsli über Wasser. Mal gemischt mit Hafermilch, dann mit Soja- und Mandelmilch danach ein Versuch mit Kokosmilch. Aber wie schmeckt das alles eigentlich?

Mein Favorit: Haferdrink!

Haferdrink könnt ihr euch vorstellen wie „normale“ Milch nachdem ihr ein Müsli gegessen habt und Haferflocken und Co ein wenig in der Milch gelegen sind. Leicht nussig und superlecker! Übrigens vor allem mit Kakaopulver gemischt ein Highlight! Und in Pancakes. Und einfach überall 🙂

Erstaunlicherweise gibt es große Unterschiede im Geschmack. Je nach Marke schmeckt Haferdrink mal intensiver, mal sehr wässrig.

Mandel-, Kokos- und Soja

Ganz hinten steht für mich Soja. Ich kann mich mit dem Geschmack einfach nicht anfreunden. Auch Sojajoghurt fällt bei mir durch. Der Nachgeschmack ist seltsam. Zum Glück gibt’s Alternativen.

Kokosdrinks schmecken süßlich. Da ich schon länger meinen Zuckerkonsum drastisch gesenkt habe, ist es mir zu süß.

Und Mandelmilch? Find ich voll in Ordnung. Schmeckt in Müsli und Kakao. Meinen Haferdrink kann das allerdings nicht toppen.

Mittags vegan essen

Das fällt mir viel leichter als morgens. Ich liebe frisches Gemüse und schon vor der 30 Tage vegan Challenge stand jeden Tag eine riesige Schüssel Salat auf dem Tisch.

Suppen sind bei mir immer schon vegan. Dafür verwende ich Instant Gemüsebrühe, die ich selbst herstelle.

Ich habe den Vorteil, dass wir bei der Arbeit eine eigene Küche haben, die sehr gut ausgestattet ist. Man kann also problemlos jeden Tag frisch kochen. Das erleichtert gesunde Ernährung enorm!

Rezept für vegane Wraps

Ich bereite zuhause viele Bratlinge vor. Linsenbratlinge, Süßkartoffelbratlinge, Gemüselaibchen. Klappt alles problemlos und kann auf Vorrat produziert werden. Auch Gemüsepfannen stehen regelmäßig auf dem Speiseplan.

Wie schmeckt eigentlich Tofu?

Ich sag’s gleich vorweg: Das ist meine persönliche Meinung. Mir schmeckt Tofu leider ganz und gar nicht. Weder gebraten, noch gewürzt, natur oder in anderen Formen. Ich habe alle probiert. Am ehesten kann ich mich mit Tofu mit ganz vielen Kräutern oder scharfer Soße anfreunden.

Irgendwann gehen mir dann aber doch die Ideen aus oder ich hab nur noch Einfälle mit Tofu. Beim Googeln ist mir Johns Magazin aufgefallen. Ich bleibe bei Tofukind hängen und klicke mich durch die Rezepte und Infos.

Rote Bete Falafel a lá Tofukind

Das Rezept für die Kichererbsenbällchen reicht für 2 Personen.

Zutaten:

  • 100 g gekochte Kichererbsen
  • 40 g frische rote Bete
  • 25 g Semmelbrösel
  • 1 EL Haferflocken
  • 1/2 EL Olivenöl
  • Salz, Pfeffer
  • 1 EL Sesam

Rote Bete Falafel Rezept

Zubereitung:

Alle Zutaten außer Sesam in einem Mixer (ich nehme die Küchenmaschine) verrühren. Aus der Masse lassen sich jetzt die Falafeln formen.

Mit feuchten Händen kleine Kugeln formen und in Sesam wälzen.

Bratet die Rote Bete Bällchen jetzt in einer Pfanne bei mittlerer Hitze ungefähr 10 Minuten an.

Fertig. Dazu passt ein Feldsalat mit Grantapfeldressing. Das vollständige Rezept inkl. Dressing gibt’s bei Tofukind.

Wie es mir bei der 30 Tage vegan Challenge gegangen ist

Jeden Tag einzeln aufzulisten würde den Rahmen sprengen. Deshalb hier eine Kurzfassung. Wer mehr Infos möchte, kann mir gerne eine E-Mail schicken 🙂

Auf Augenrollen solltest du dich gefasst machen. Davor hat mich auch John gewarnt: „Immer freundlich bleiben – dumme Sprüche bleiben erfahrungsgemäß nicht aus, Augenzwinkern nicht vergessen.“ Guter Tipp! Und einfach Leuten nicht erzählen, von denen man schon im vorhinein weiß, dass sie es nicht verstehen werden.

Die erste Woche ohne Fleisch und Co

Die ersten 2-3 Tage waren überhaupt kein Problem. Dann sind mir allerdings die Rezepte ausgegangen. Als ich wusste, dass es heute schon wieder Avocado zum Frühstück gibt, ist mir der Appetit vergangen.

Das Frühstück war der schwierigste Part der vegan Challenge für mich. Am Morgen, wenn ich noch nicht ganz munter bin darüber nachzudenken, macht keinen Spaß.

Was mir geholfen hat? Eine To Do Liste 🙂

Mein Tipp: Überlege dir am besten am Samstag was du in der nächsten Woche essen wirst. So kannst du alle Zutaten besorgen und bist nie planlos.

Die zweite Woche ohne tierische Produkte

Schön langsam gewöhne ich mich daran. Das Einkaufen geht schneller und ich muss nicht mehr so viel nachdenken. Im kleinen Supermarkt nebenan finde ich kaum geeignete Lebensmittel. Ich gehe also zu größeren Märkten, hier gibt es eine gute Auswahl.

Vieles bereite ich aber selbst zu. Es ist so nämlich günstiger und schmeckt sehr oft auch besser. Hummus selber machen ist zB überhaupt keine Hexerei.

Ich komme nicht auf die Idee Fleisch zu kaufen, kosten oder kochen.

Die dritte Woche vegan

Jetzt hab ich den Dreh raus. Ich trainiere regelmäßig und fühle ich mich topfit. Meine Proteinspeicher fülle ich mit Hülsenfrüchten und anderen pflanzlichen Eiweißquellen.

Abends geh ich mal aus und teste das vegane Lokal in der Nähe meiner Wohnung. Hier fotografiere ich mir die Speisekarte. Endlich wieder neue Inspirationen 🙂

Portobello Pilz Burger mit Quinoa

Besonders gemein war der Tag als ich zum Essen eingeladen war. Wir gingen in eine Pizzeria. Als Veganerin schaue ich bei herkömmlichen Pizzen durch die Finger. Der Duft von Schinken und knusprigem Käse liegt in der Luft. Mir läuft das Wasser im Mund zusammen. Jetzt bloß nicht schwach werden!

Ich bestelle mir eine Pizza ohne Käse. Kommt wohl selten vor, der Kellner sieht mich etwas fragend an. Mir egal. Ich bin stark geblieben und stolz auf mich 🙂

Die vierte Woche vegan essen

Inzwischen fühle ich mich wirklich deutlich besser. Meine Nachmittagskopfschmerzen sind verschwunden. Ich bin fit und voller Tatendrang. Ob das nur eine Kopfsache ist, weil man überall liest, dass man sich besser fühlen wird? Ich weiß es nicht. Aber ich genieße die neu gewonnene Energie. Wirklich erstaunlich.

Was mir aufgefallen ist: Wenn jemand in meiner Nähe Fleisch isst, riecht mir das oft sehr streng. Ich muss mich bemühen nicht das Gesicht zu verzehren. Außer bei Hähnchen. Da könnte ich noch immer sofort zuschnappen.

Mein Fazit:

Wer die Ernährung langsam umstellt, hat meiner Meinung nach die besten Chancen sich gesund zu ernähren. Obwohl ich kein Fleisch, keine Milch und keine Eier zu mir nehme, bin ich niemals hungrig. Abgenommen hab ich zum Glück nicht. Allerdings wäre das problemlos möglich gewesen.

Ich werde in Zukunft genauer auf meine Ernährung achten. Ich fühle mich nach dem Mittagessen nicht mehr so müde. Und ich stehe morgens viel einfacher auf.

Ganz auf Milch verzichten ist für mich aber nicht möglich. Dafür liebe ich Käse viel zu sehr 🙂 Was ich allerdings weiterhin ersetzen werde ist „normale“ Milch. Ich greife weiterhin zum Haferdrink.

Und Fleisch? Naja, das weiß ich noch nicht so genau. Derweil lass ich die Finger davon. Wenn ich es doch mal wieder essen sollte, achte ich auf gute Qualität und maximal 1x pro Woche Fleisch.

Übrigens: Auch naschen klappt problemlos. Es gibt viele leckere Rezepte ohne Milch und Ei. Wie auf dem Foto. Das Rezept für diese leckeren Brownies folgt in kürze 🙂

Brownies aus dem Tiefkühlfach ohne Ei, vegan