3 Tage Cambridge: Das musst du unbedingt gesehen haben!

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Cambridge ist eine kleine, feine Universitätsstadt etwas abseits von London. Die Universität rangiert auf der Weltspitze, die Altstadt ist einfach nur wunderschön und gutes Essen gibt es auch. Ein echter Geheimtipp.

Ich habe das Glück gehabt eine ganze Woche in der bezaubernden Stadt zu sein und habe  alles Nennenswerte ausprobiert und angeschaut. Es war nicht alles so toll wie in dem Reiseführer beschrieben, aber vieles. Und die Highlights gibt es jetzt hier zu lesen.

Die Anreise nach Cambridge

Man kommt relativ einfach (und günstig) nach Cambridge, wenn man nach London Stansted fliegt. Viele der Billigfluglinien fliegen diesen Flughafen an und er liegt sogar näher an Cambridge als an London!

Vom Flughafen geht es dann am schnellsten mit dem Zug in die Stadt. Nach 30 Minuten gelangt man zum Bahnhof von Cambridge.

Sich in Cambridge zurechtfinden

Den relativ anstrengenden Ankunftstag nutzt man am besten zur Orientierung. Ein Tipp sind hier die Sightseeingbusse. Klingt jetzt absolut touristisch, schaut auch so aus, aber ist sehr praktisch. Die Busse sind sogenannte “Hop on, hop off” -Busse und man kann den ganzen Tag damit fahren. Also kann man sie auch als ganz normales Fortbewegungsmittel verwenden.

Sie fahren alle wichtigen Sightseeingpunkte ab, über Kopfhörer kann man eine Beschreibung erhalten. Sehr zu empfehlen, da man direkt bei vielen Sehenswürdigkeiten in Cambridge aussteigen kann zu denen man sonst ein Stück gehen müsste.

Eine gute Idee ist beim botanischen Garten auszusteigen und das wunderschön angelegte Stück Natur zu bewundern. Der perfekte Ort, um nach der Anreise inmitten von Blumen ein wenig zu ruhen. Der botanische Garten hat auch ein richtig interessantes und sichtbar altes Glashaus zu bieten. Hier kann man viele Kakteen und Palmenarten entdecken wenn man ein bisschen Tropenluft verträgt 🙂

Cambridge
Sogar Bananen wachsen in dem Tropenhaus!

Am besten kommt man in England an, wenn man am Abend ein Pub besucht, finde ich. Nach der ersten Herumrennerei in Cambridge kann gutes Essen und vielleicht ein Bier oder ein Cider nicht schaden.

Das Vorurteil, dass die englische Küche nicht gut ist, stimmt nämlich sicher nicht mehr. Gewöhnungsbedürftig ist nur, dass man in Pubs immer an der Theke bestellt, egal ob man nur etwas trinkt oder auch etwas isst.

Punting – mit der Gondel durch die Cam

Cambridge hat seinen Namen vom Fluss “Cam” der durch die Stadt fließt. In Cambridge gewesen zu sein ohne “punting” ausprobiert zu haben geht fast nicht.

Eigentlich kann man sich das vorstellen wie dicke venezianische Gondeln. Die Holzboote sind circa 6 Meter lang und werden mit extrem langen Stangen aus Holz oder Metall gelenkt und bewegt. Es ist ein ganz besonderes Gefühl die Stadt aus dieser Perspektive zu sehen. Man fährt auch an fast allen Colleges vorbei und die haben es in sich. Das zu sehen war fantastisch.

Cambridge punting

Man kann sich entscheiden ein Boot zu mieten und es selbst zu versuchen oder man fährt in einer Gruppe von 12 Leuten und hat einen eigenen “Punter” der einen durch die Gegend kutschiert. Ich war nicht mutig genug selbst zu fahren. Der Fluss ist teilweise nämlich ziemlich stark befahren und es kommt schon mal vor, dass Touristen mit der Stange im Schlamm feststecken und ein kühles Bad nehmen.

Es war sehr witzig in dem Boot zu sitzen. Der Punter war ein Student und hat die ganze Zeit Anekdoten der Colleges erzählt während er uns permanent ermahnt hat die Finger im Boot zu lassen. Die Cam kann nämlich ganz schön stürmisch sein. Eine Zeit lang sind drei Boote so knapp nebeneinander gefahren, dass ich denen im anderen Boot die Hand hätte geben können. Da will dann keiner den Finger dazwischen haben.

Die Colleges – ein Must See!

Wo wir schon beim Punting sind. Ein College anschauen ist auch ein Muss in Cambridge. Vorher darf man nicht heim. Die University of Cambridge ist eigentlich ein Geflecht aus Colleges (Also die eine Uni gibt es nicht). Jedes College hat eine andere Geschichte, andere Regeln und besteht aus einer Vielzahl unglaublicher Gebäude.

Die Colleges sind enorm riesig und verlangen Eintritt. Ich habe das St.John´s College besucht und war einfach nur begeistert wie unglaublich es da drinnen ist.

Cambridge College
Ein kleiner Teil des St.Johns College, im linken Flügel wohnen die Studenten

Außerdem hatte ich das Glück während der Sponsionszeit da zu sein und habe viele Studenten in ihren Talaren gesehen. Da kommt man sich vor wie in Hogwarts.

Cambridge für alle, die ein wenig mehr Zeit haben

Also das Wichtigste ist geklärt. Eine Sightseeingtour machen, “punten” gehen und ein College besichtigen. Das sind die Basics, die man in Cambridge machen muss. Aber drei Tage sind leider auch keine Ewigkeit, deshalb gibt´s die nächsten Vorschläge für spezifische Persönlichkeiten. Wir erwarten uns ja meistens alle etwas Anderes vom Urlaub.

Cambridge für die Naturverbundene

Zuviel Stadt nervt dich und irgendwann können dir die ganzen Menschenmassen den Buckel runterrutschen? Du stehst auf die Natur und könntest die ganze Zeit wandern? Aber gegen einen Snack hast du auch nichts?

Dann habe ich hier das Richtige für dich: Orchard Garden

Ein kleines Paradies aus Apfelbäumen, Tee, richtig gutem Kuchen und leckerem Essen. Orchard Garden ist ein großer Teegarten in dem man super abschalten kann. Es gibt viele Liegestühle um kleine Tische herum, bei denen man sich ausruhen und die Leckereien aus der Küche genießen kann. Besonders empfehlen kann ich das “Victoria Sponge Cake”.

Der Teegarten befindet sich in dem Örtchen Grantchester. Man geht von Cambridge aus circa eine Stunde an der Cam entlang. Ganz untypisch für einen Städteurlaub, man geht inmitten von Wiesen und Weiden, richtig idyllisch. Der Weg ist beschildert, man kann aber auch mit dem Bus nach Grantchester gelangen.

Cambridge Grantchester

Cambridge für die Kulturliebhaberin

Wenn du ein Museum siehst zieht es dich sofort hinein? Du findest Kunst wirklich interessant (du tust nicht nur so)? Vielleicht hast du sogar ein oder zwei Bücher über Kunst daheim liegen?

Mein Tipp für dich: Das Fitzwilliam Museum

Das großartige Kunst- und Antiquitätenmuseum befindet sich in einem noch unglaublicheren Gebäude, das an sich schon sehenswert ist. Schwerpunktmäßig hat die Kunstausstellung viel Malerei aus der italienischen Renaissance und dem französischen Impressionismus.

Es gibt sogar Bilder von großen Meistern wie Picasso, Monet, Rubens, Tizian und Renoir. Das Beste an dem Ganzen? Der Eintritt ist frei, man kann so oft hinschauen wie man möchte.

Cambridge Fitzwilliam

Falls du am Sonntag in Cambridge bist, kannst du dir sogar ein gratis Konzert im Fitzwilliam ansehen. Immer um 13.15 klingt großartige Musik durch die altehrwürdigen Hallen. Der Platz ist allerdings begrenzt, man kann sich aber ab 12.00 Uhr Gratiskarten vom Haupteingang holen.

Cambridge für den Bücherwurm

Dein Kofferinhalt besteht zur Hälfte aus Büchern? Ohne ein Buch in der Hand kommst du dir verloren vor? E-Books findest du wirklich nicht gut? Englisch lesen ist kein Problem?

Dann darf ich vorstellen: Waterstones

Auf einigen Etagen voller Bücher kannst du wenn du magst tagelang herumflanieren. Du musst nichtmal zum essen raus, die Buchhandlung hat ein eigenes Cafe. Für Strom ist gesorgt, falls du einen Adapter mitnimmst (In Europa haben wir andere Stecker als auf der Insel) und Wlan gibt es auch.

Ich muss zugeben ich war fast jedem Tag in dem tollen Laden. Außerdem gibt es viele kleine, feine Buchhandlungen in Cambridge zu entdecken die viele antike Bücher anzubieten haben. Ein Traum.

Cambridge Die Shopping-Queen

Shoppen zählt für dich als Ausdauersport? Urlaubsmitbringsel sind ein Muss? Du liebst es die Shops deiner Urlaubsländer zu entdecken?

Dann ist das genau das Richtige: Die Grand Arcade

Im Herzen von Cambridge liegt sie, die ultimative Shoppingmöglichkeit. 60 Stores der Extraklasse erfreuen das Shoppingherz. Sparen wirst du hier allerdings nichts.

Die typischen Mitbringsel findet man in der Nähe der Colleges. Collegeshirt und -pullis in allen Variationen. Bietet sich halt auch an in einer Universitätsstadt. Auch Tee könntest du den Daheimgebliebenen mitnehmen. Den besten Tee gibt es einfach in England. Es gibt viele teure Teegeschäfte, ich habe mich darauf beschränkt den Supermarkt zu plündern. Schmeckt gleich gut, ist halt nicht so hübsch verpackt aber dementsprechend billliger.

Aber ich muss zugeben, den Tee habe ich für mich mitgenommen. Jedes Mal wenn ich Einen genieße, fühle ich mich wieder nach England zurückversetzt.

Gute Reise!

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Kristina

Kristina ist Medien-All-Rounderin und liebt bloggen, fotografieren und einen guten Kaffee. Außerdem ist sie ständig auf der Jagd nach den besten neuen Fitness-Übungen.